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Zitat Rudolf
Dreikurs

„Wir müssen die unglaubliche
Kraft erkennen, die in uns allen angelegt ist
und die wir solange nicht nutzen können,
wie wir uns als Opfer fühlen.“ |
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| Individualpsychologie
in Kürze |
Was ist das Besondere an der Individualpsychologie?
Die Lebensbejahung, die optimistische Sicht auf das Leben und die
Menschen, das Vertrauen auf die Fähigkeiten eines Jeden,
die Nähe zum wirklichen Leben, die einfache Umsetzbarkeit
auf Alltagssituationen, das positive Menschenbild ...
Was kennzeichnet das Menschenbild der Individualpsychologie?
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Die Überzeugung, dass jeder Mensch bestimmte Fähigkeiten
und Stärken hat, die er gerne einsetzen möchte
zum Wohle der Mitmenschen und zum eigenen Wohle. Der Mensch
ist ein soziales Wesen. |
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Die Überzeugung, dass alle Menschen gleichwertig sind,
unabhängig von ihrer Stellung in der Gesellschaft. |
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Die Überzeugung, dass Menschen nicht Opfer sind, sondern
verantwortlich sind für ihr Leben.
Somit können sie auch entscheiden, sie haben immer die
Wahl, sich so oder anders zu verhalten. |
Woher kommt der Name „Individualpsychologie“?
Die Bezeichnung leitet sich ab von dem lateinischen Wort individuum
und bedeutet, dass der Mensch unteilbar ist. D.h. er ist ein ganzheitliches
Wesen. Die Zergliederung in einzelne Teile wie Bewusstes und Unbewusstes,
Verstand, Wille und Gefühl, Gedanke und Handlung usw., mag
für einzelne Zwecke als Arbeitsgrundlage manchmal sinnvoll
sein. Die Individualpsychologie sieht diese Teile nicht als selbstständige
Kräfte an.
Was bedeutet: Die Individualpsychologie ist eine Gebrauchspsychologie?
Der Mensch „besitzt“ nicht bestimmte Eigenschaften,
sondern er gebraucht sie. Es kommt also nicht darauf an, welche
Eigenschaften ein Mensch hat, sondern darauf, was er mit seinen
Eigenschaften macht.
Welche Modelle beinhaltet die klassische Individualpsychologie?
Eine wertorientierte Persönlichkeitstheorie, eine Lebensphilosophie,
ein Erziehungsmodell, Techniken und Methoden der Beratung und Psychotherapie.
Die Individualpsychologie ist Grundlage einer neuen Pädagogik.
Welche Rolle spielen Meinungen und Tatsachen?
Entscheidend für das Verhalten eines Menschen ist seine Meinung.
Der Mensch handelt nicht aufgrund von Tatsachen, sondern aufgrund
der Meinung, die er sich über die Tatsachen gebildet hat.
Beispiel: Helmut plant für den nächsten Sonntag eine
Fahrradtour. Als der Sonntag kommt, gießt es in Strömen.
Helmut seufzt resigniert: „Das musste ja so kommen. Wenn
ich mal was Tolles vorhabe, klappt es ja doch nie.“ Nach
seiner Meinung ist der Regen wieder einmal Beweis dafür, dass
er ein Pechvogel ist.
Er könnte in dem Regen auch etwas ganz anderes sehen, z.B.
eine gute Gelegenheit, endlich den Krimi zu lesen, den er sich
schon vor längerem gekauft hat. Aber könnte er dann noch
ein Pechvogel sein?
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